Ölwechsel bei Automatik-Getriebe nach ca. 40.000 km

Es rappelt und klappert? Irgendetwas funktioniert nicht so, wie Ihr Euch das vorstellt? Hier ist auch Platz für technische Informationen.
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lfx

Ölwechsel bei Automatik-Getriebe nach ca. 40.000 km

Beitrag von lfx » Sonntag 4. Dezember 2005, 09:39

Ich habe bei meinem Renault - entgegen der Handbuchempfehlung , aber auf Anraten mehrerer Leute, die auch was davon verstehen - mein Getriebeöl bei 40000 km (Alter 5 Jahre) jetzt wechseln lassen. Interessehalber ließ ich mir das alte Öl zeigen:

Neues Öl: Aussehen hell-rotlich, durchsichtig ( wie verdünnter Himbeersaft)
Altes Öl : Auch rötliche Farbe erkennbar, aber dunkelbraun wie etwa Kaffee und etwas dickflüssiger. Beim Auftropfen auf weißes Papier erschien eine deutlich sichtbare Schmutzschicht (Partikel).

Aus Forenbeiträgen ist mir bekannt, daß ab etwa 60000 km bei manchen Getrieben Schaltprobleme auftreten. Rechnet man also die weitere Verschlechterung meines alten Öles dazu, wäre dies also durchaus erklärbar.

Nach dem Ölwechsel stellt ich fest, daß die Schaltvorgänge spürbar weicher und geschmeidiger ablaufen. Das Getriebe ist leise und die Ölpumpe hört man nicht mehr "singen". Aus meiner Erfahrung kann ich also nur dazu raten, diesen Service bei Bedarf machen zu lassen. Es hat 140 Euro gekostet. Das ist deutlich billiger als eine Reparatur oder der Austausch.

Ich dachte, das könnte die wenigen unter euch, die Automatik fahren, interessieren. Ich jedenfalls möchte nicht mehr auf die Automatik verzichten.

lfx



Jonni

Beitrag von Jonni » Montag 5. Dezember 2005, 12:55

Wir haben nun 4 Jahre einen Mazda Tribute V6 mit Automatik-Getriebe gefahren. Ich würde dies nicht noch einmal machen. Es ist z.B. äusserst lästig, dass man die Automatik beim herabfahren kleinster Hügel mit manuellem Eingriff zwingen muss, nicht in den nächst höheren Gang zu schalten. Das grösste Problem sind aber mögliche Folgekosten bei Schäden an der Automatik. In den verschiedenen Foren findet man reichlich Tributefahrer, die ab ca. 40.000 km Schäden am (deutschen ZF) Automatikgetriebe feststellen mussten. Eine Reparatur wurde fast immer abgelehnt und neue Getriebe montiert. Die Kosten hierfür: zwischen € 6.000,-- und € 9.000,-- !!!

CU
Jonni



lfx

Beitrag von lfx » Montag 5. Dezember 2005, 14:19

Nun, ich kann über die Lebensdauer des Renault DP0 Getriebes auch nur das sagen, was ich so in den Foren lese. Aber ich denke, daß bei ordentlichem Gebrauch und Service=Ölwechsel durchaus 150000 - 200000 km drin sein dürften. Für diese Lebensdauer sind meines Wissens diese Getriebe schon ausgelegt.

Daß man das Getriebe bei Paßabfahrten u.U. vom Hochschalten durch Gangsperre abhalten muß ist richtig. Aber tut man das beim normalen Getriebe nicht auch? Ich bin heuer das Timmelsjoch auf der italienischen Seite heruntergefahren - meist im 3.Gang - und war trotzdem oft auf der Bremse (mit meinem handgeschalteten Megane). Im übrigen schaltet mein Getriebe schon von selbst herunter bei bestimmten Situationen. Das scheint auf die Steuerung des jeweiligen Herstellers anzukommen. Manchmal wundere ich mich über die Intelligenz dieses Teiles.

Die Reparaturkosten von 6000 - 9000 Euro sind entschieden zu hoch. Eine Generalüberholung des Getriebes (DP0) kostet laut Angebot der Getriebeinstandsetzer so um die 1500 Euro (plus Aus-und Einbaukosten der Werkstatt). Aber deshalb lasse ich ja Ölwechsel machen, damit keine Störungen entstehen. Der Feind des Getriebes ist der Abrieb, der sich im Laufe der Zeit in den Steuerventilen und Hydraulikkolben absetzt und diese dann blockiert.

Gruß lfx



Jonni

Beitrag von Jonni » Montag 5. Dezember 2005, 17:59

Das Problem beim Tribute war - und da hast Du völlig Recht - u.a. auch eine zu geringe Werksbefüllung mit ATF-Flüssigkeit. Die Amerikaner, die den Tribute und dessen Zwilling Ford Maverick montieren, waren da wohl am Band sehr grosszügig. Teilweise musste bis zu 1 ltr. nachgefüllt werden. Offenbar wollten dann auch die Instandsetzer nicht an das Getriebe heran, da dies keine konventionelle Automatik ist. Die Automatik verfügt noch über eine integrierte Sperre, die für den Betrieb des SUV im leichten Gelände erforderlich ist.

CU
Jonni



ModiMan

Re: Ölwechsel bei Automatik-Getriebe nach ca. 40.000 km

Beitrag von ModiMan » Montag 17. Dezember 2012, 23:22

Haben noch weitere Leute einen Getriebeölwechsel beim Automatikgetriebe machen lassen?
Mich würden Preise und Ergebnisse sehr interessieren.



lfx

Re: Ölwechsel bei Automatik-Getriebe nach ca. 40.000 km

Beitrag von lfx » Dienstag 18. Dezember 2012, 08:28

Hallo miteinander!

Obwohl ich inzwischen einen Golf TSI mit DSG fahre möchte ich mich doch mal melden zum Thema weil ich die Benachrichtigung las.

Mein verkaufter Megane mit Automatik läuft immer noch bestens und hat auf dem DP0 Automatikgetriebe mittlerweile so um die 150 000 km drauf. 2 x Ölwechsel in der Zeit.
Bei dem Ölwechsel den ich machen ließ war jedes Mal hinterher noch ein weicheres Schalten.
Kosten lagen damals so um die 150 Euro wenn ich recht erinnere.

Der Wechsel selber ist nicht viel aufwendiger wie ein normaler Ölwechsel.
Laßt euch da also nichts erzählen! Ich weiß wie man den Ölwechsel macht.
Ein wenig zeitaufwendiger nur.

Noch ein Hinweis: Wenn er beim Schalten spürbar ruckt solltet ihr mal die Drehmomentstütze tauschen lassen.
Die geht hin-und wieder kaputt. War bei mir der Fall.

Lest auch zum Thema Ölwechsel das mal dazu: http://www.getriebe-frankfurt.de/technik.php

Ansonsten: Ich trauere eigentlich immer noch meiner alten Renault-Automatik nach. Die war wesentlich " intelligenter" als das DSG und schaltete deutlich komfortabler.Nicht alles Neue und Bejubelte ist besser.

Das DSG ist bei weitem beim Schalten nicht ruckfrei .
Laßt euch also nichts erzählen von wegen " schlechter" Wandlerautomatik.
Die besten Automatikgetriebe sind immer noch die Wandlerautomaten.

Ansonsten beste Weihnachtsgrüße an das Modus-Forum.
Wann gibt es denn den nächsten neuen Modus?

Grüße lfx - ex Meganefahrer



ModiMan

Re: Ölwechsel bei Automatik-Getriebe nach ca. 40.000 km

Beitrag von ModiMan » Dienstag 18. Dezember 2012, 13:43

Wow, 150 Euro! Mir wurde für den Modus ein Preis von ca. 300,- genannt.
Was mach ich nun?



lfx

Re: Ölwechsel bei Automatik-Getriebe nach ca. 40.000 km

Beitrag von lfx » Dienstag 18. Dezember 2012, 18:19

Nun - beschwören daß es 150 Euro waren kann ich es jetzt nach ca. 7 Jahren nicht mehr.

Ich würde halt mal mehrere Renault-Werkstätten fragen.

Oder suche mal im Internet in der Gegend wo Du wohnst nach Automatik-Getriebeinstandsetzern oder Getriebewerkstätten.
Die könne das auch uns sind oft günstiger .
Da bist Du eh besser aufgehoben weil das deren täglich Brot ist.

Wieviel km hat denn das Getriebe mit dem alten Öl?

Aber auch wenn es teuer scheint - teurer kommt ein Getriebeschaden.

Wenn Du den genannten Link von mir mit deren Empfehlungen zum Ölwechsel liest weißt Du daß kein Ölwechsel auf längere Sicht mit altem Öl ein russisches Roulett für das Getriebe bedeutet.

Autofahren ist nun mal teuer. Die 6-Gang DSG-Fahrer müssen auch mit 60 000 km zum Ölwechsel.
Mit meinem 7-Gang muß ich zwar nicht aber dafür ist es gelegentlich sehr bockig beim Schalten.
Ist im Grunde genommen ein Schaltgetriebe.

Ich würde die 300 Euro gerne zahlen wenn ich dafür bei mir die Vorzüge Deines Getriebes hätte .
Ich tausche gerne :D

Nachtrag: Hätte meinen eigenen Beitrag lesen sollen. 140 Euro habe ich geschrieben.
Dann wird`s wohl stimmen. War ein Renault-Betrieb.



ModiMan

Re: Ölwechsel bei Automatik-Getriebe nach ca. 40.000 km

Beitrag von ModiMan » Dienstag 18. Dezember 2012, 23:07

Ja, so war das auch nicht gemeint. Ich will den Ölwechsel auf jeden Fall durchführen lassen. Aber ich würde ungern das doppelte bezahlen, wenn es die gleiche oder sogar eine bessere Leistung 2km weiter gibt. Danke für den Tipp, ich schau mal nach einem freien Betrieb.



lfx

Re: Ölwechsel bei Automatik-Getriebe nach ca. 40.000 km

Beitrag von lfx » Mittwoch 19. Dezember 2012, 08:19

Sei aber vorsichtig!

In jede Wald - und Wiesenwerkstatt würde ich nicht gehen. Da gibt`s oft gefährliches Halbwissen.

Es müssen schon einige spezielle Prozeduren nach Einfüllen des Öles erfolgen sonst stimmt der Ölstand nicht.
ich rate auch dringend an das Original Renault-Öl einfüllen zu lassen. Das ist speziell auf die Reibwerte des Getriebes abgestimmt.

Also entweder Renault oder Getriebefachbetrieb.Dann hast Du auch gute Karten im Falle von Ärger nach der Arbeit - was ja auch mal vorkommen kann.

Auch deutlich nachfragen ob die bei Renault-Getrieben das sicher beherrschen.
Mach`Dir ruhig nach der Auskunft ein Gedächtnisprotokoll.

Billigt ist nicht immer die beste Lösung.



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